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Nach rund einjähriger Vorbereitungszeit, kam es dann am 11. Juni 2008 zum Einbrauen. Eine solche außergewöhnliche Bierspezialität erfordert nicht nur einen sehr hohen Aufwand und allergrößte handwerkliche Braukunst sondern auch die Verwendung allerbester Zutaten wie ausgesuchte Malze aus der Region, ein hoher Anteil von Weizenmalz und Hallertauer Hopfen der dunklen Aromasorte „Perle“. Ein besonders hoher Stammwürzegehalt von deutlich über 20 Prozent ist eine der wichtigen Voraussetzungen, um die Stabilität für lange Haltbarkeit zu schaffen, ebenso wie die Wahl der richtigen Hefe. Entgegen herkömmlicher Meinung sind, wie die Erfahrungen von Brauexperten zeigen, obergärige Biere für lange Haltbarkeit besser geeignet wie untergärige Biere. Entsprechend wird für das Unterbaarer Jahrhundertbier eine besonders robuste und langlebige obergärige Hefe beim Gärungsprozess verwendet.

Nach dem Brauvorgang wird die Reifezeit des Unterbaarer Jahrhundertbieres viele Jahrzehnte dauern.
Zur Begutachtung der Reifeentwicklung, des Geschmacks und der Aromen des Jahrhundertbiers soll in den folgenden Jahren periodisch eine offizielle Verkostung stattfinden, deren Ergebnisse veröffentlicht werden. Gleichzeitig sollen diese Verkostungen auch der jetzt lebenden Generation einen kleinen Trost dafür spenden, dass sie beim 500-jährigen Jubiläum wohl nicht mehr dabei sein werden können.

Schon heute sind sowohl die Verantwortlichen, aber auch viele interessierte Fachleute darauf gespannt, wie sich diese Biersensation in den nächsten Jahren entwickeln wird, nachdem immer wieder davon zu hören ist, dass jahrelang gereifte Biere eine Geschmacksvielfalt besonderer Aromen entwickeln, von Pfirsich über Vanille, Sherry-Noten, altem Port und Schokolade und dabei ein Farbenspiel zeigen, das von Kastanie bis zu lange gereiftem Cognac reicht.

Bierpapst Conrad Seidl und Brauereichef Franz Groß von Trockau

Bierpapst Conrad Seidl und Brauereichef Franz Groß von Trockau geben den Hopfen zu beim Einbrauen des Jahrhundertbiers


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